Tipps für gute Urlaubsfotos auch ohne Profikamera

Landschaftsfotografie Island, Tipps und Ratschläge zu Urlaubsfotografie

Urlaubszeit gleich Fotozeit

Der Urlaub steht bevor und so manch einer überlegt sich jetzt, ob das Handy als Fotokamera ausreicht oder ob die kleine Pocket- oder Systemkamera doch eingepackt wird.
Das Handy ist ja so praktisch…
Doch jede Urlaubszeit ist eine kostbare Zeit, ein paar Tage im Leben, die man nie vergessen wird. Ein paar Tage, an die man gerne zurückdenken mag. Wie wertvoll ist da doch ein kleines Fotoalbum – am allerliebsten mit wirklich schönen Fotos. Beim Anschauen kann man in den Urlaubserinnerungen schwelgen.
Also doch die Systemkamera mitnehmen? Na klar!
Wichtig ist, dass Ihr Euch aber mit der Kamera schon vorher ein wenig befasst. Denn sonst werden die Fotos auch nicht besser, als unbedachte Handyaufnahmen.
Damit Ihr dazu ein paar kleine Richtlinien habt, gebe ich Euch hier ein paar Tipps mit auf den Weg:

  1. Nutzt die Motivprogramme!
    Macht Euch mit den Einstellungen der Kamera vertraut: wenn Ihr eine Nahaufnahme macht, eine Blume, ein Portrait oder ähnliches, dann stellt die Kamera um! Somit wird die Kamera automatisch eine recht offene Blende verwenden und das Motiv gut freistellen und der Hintergrund eine schöne Unschärfe bekommt. Aber: nicht vergessen, beim nächsten Shot wieder umzustellen, beispielsweise für eine Landschaftsaufnahme (in Landschaftsaufnahmemodus wird eher mit einer geschlossenen Blende gearbeitet. Somit erreicht man eine große Schärfentiefe. Außerdem passt die Kamera dann die Aufnahme auch eher auf Blau- und Grüntöne an.

  2. Hat Deine Kamera ein Teleobjektiv?
    Dann achte darauf, dass hier eine eher schnelle Aufnahmezeit eingestellt wird, denn sonst entstehen leicht Verwacklungen, die man auf dem Kameradisplay noch nicht sehen kann – erst am Bildschirm daheim dann der Schreck… Am besten stellt ihr die Kamera einfach in den Sportmodus.

  3. Fotografiere zur richtigen Tageszeit!
    Besuche deine Lieblingsorte am besten morgens oder abends und meide die Mittagszeit, wenn möglich. Die steile Sonneneinstrahlung macht Bilder flach, konturlos und dunstig. Bewölkte Himmel sind immer besonders schön! Also keine Angst vor schlechtem Wetter.

  4. Schau genau, bevor du fotografierst!
    Bilder sind zweidimensional. Sie wirken aber besser, wenn man optisch eine gewisse Tiefe erzeugt. Ist ein Baum in der Nähe, der am Rand im Vordergrund sein kann? Oder ein Zaunpfosten, eine Bank, ein Sonnenschirm, eine Statue? Vielleicht gibt es sogar einen natürlichen Rahmen für dein Motiv, etwa ein Rosenbogen, ein großer Zweig oder so etwas in der Art?
    Auch natürliche Linien erzeugen gern eine optische Tiefe, der Verlauf eines Flusses, einer Straße oder eines Zaunes beispielsweise. Das Auge folgt diesen Linien gerne, da sie sich in der Regel heller abheben. Das sieht man besonders, wenn man die Bilder in schwarz-weiß konvertiert.

  5. Bist du am Meer?
    Dann achte auf eine wirklich waagerechte Haltung der Kamera. Auf den Fotos fließt sonst das Meer nach rechts oder links aus dem Bild… Achte also auf einen geraden Horizont.

  6. Achte auf den goldenen Schnitt!
    Für einen angenehmen Bildaufbau achte auf eine ungefähre 2/3-Aufteilung: Der Horizont eher weiter oben oder unten im Bild, nicht mittig. Das kleine Hüttchen eher weiter rechts oder links im Bild, nicht mittig. Das wirkt gleich sehr viel interessanter.

  7. Nimm dir Zeit!
    Probiere aus: sieht das Motiv im Stehen gut aus? Wie sieht es aus, wenn ich mich hinhocke, wie ist die Wirkung, wenn ich es eher von oben betrachte und auf eine Bank steige?



=> Das Beitragsfoto, eine Landschaftsaufnahme aus Island, zeigt, wie die 2/3-Regel gut anzuwenden ist: das kleine Hüttchen befindet sich ein Drittel vom rechten Rand entfernt leicht oberhalb der Mitte. Der Himmel füllt das obere Drittel des Bildes. Der Fluss führt den Betrachter optisch in das Bild hinein und die Bäume rechts und links erzeugen eine optische Nähe, der Bergzug im Hintergrund entfernt sich.

=> Nicht verpassen: Multimediashow Island in Ransbach-Baumbach am 3. September 2019 um 20 Uhr in der Stadthalle. Weitere Infos hier!

 

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