Starke Bilder für Website und Marketing in der Industrie für ein Mahlwerk
Förderbänder geben hier den Takt vor. Sie laufen unermüdlich durch verschiedenste Ebenen, ein Wirrwarr im Turm. Sie transportieren Keramik- und Glasbruch vom Brecher weiter zu den Mahlanlagen und Sieben – immer in Bewegung, immer begleitet von Lärm und Staub.
Mein Fotoshooting führte mich in ein Mahlwerk für Keramik- und Glasbruch – einen Betrieb, in dem aus Klinker- und Glasbruch Produkte wie Mahlschamotte und Glasmehl entstehen. Schon nach wenigen Minuten war klar: Dieser Ort arbeitet nicht leise.
Im Mahlwerk selbst ist es ohrenbetäubend laut. Maschinen, Förderbänder, Brecher – alles läuft gleichzeitig. Handzeichen ersetzen Worte. Diese permanente Geräuschkulisse begleitet mich peramanent beim Fotografieren.
Ich folgte bei schummrigen Licht über schmale Leitern dem Weg des Materials – vom Brecher zu den Mahlanlagen. Manchmal heißt es den Kopf einziehen, manchmal kurz innehalten, um die Dimensionen auf sich wirken zu lassen.
Atmosphäre erhalten und nicht durch Blitzlicht glätten
Im Inneren der Anlage habe ich bewusst nur dezente Streiflichter mit entfesselten Blitzen eingesetzt. Mir war wichtig, die vorhandene Stimmung nicht zu überlagern. Das Mahlwerk sollte so wirken, wie ich es erlebt habe: dunkel, roh, staubig – nicht glatt ausgeleuchtet, sondern spürbar grob.
Für mich ist Industriefotografie genau das: Atmosphäre erhalten, nicht glätten.
Staub überall – das Equipment muss viel aushalten
Nach dem Shooting im Mahlturm war klar: Staub bleibt nicht aus.
Er legt sich auf Kleidung, Haut und Ausrüstung. Steckt in jeder Ritze, in den Taschen und Reißverschlüssen und auch auf der Linse.
Am Ende konnte alles mit Druckluft wieder davon befreit werden – ein kurzer Moment des Durchatmens nach der Arbeit in der Anlage.
Blaues Hintergrundlicht unterstreicht die technische Darstellung im Labor
Ein spannender Gegenpol zur lauten Produktion ist das Labor. Hier wird sortiert, geprüft und gemessen: Korngrößen werden bestimmt, Materialien durch verschiedene Siebe getrennt. Ein ruhigerer Bereich, der zeigt, dass zum groben Prozess auch kontrollierende Schritte gehören.
Blick aus der ersten Reihe ganz bodennah
Ein besonders starkes Motiv entstand in einer der Lagerboxen.
Ich hocke tief, die Kamera im Weitwinkel – dann kippt der LKW den Klinkerbruch ab. Schweres Material kommt in Bewegung, rollt auf mich zu, füllt den Raum. Durch die Perspektive wirkt alles noch massiver, noch näher. Das versteckte Blitzlicht im Hintergrund betont die Staubwolke und lässt die Szene noch dramatischer erscheinen.
Genau solche Momente machen Industriefotografie für mich aus: Gewicht, Maßstab und Bewegung in einem Bild.
Perspektivwechsel von oben
Ergänzt habe ich das Shooting durch Luftaufnahmen mit der Drohne. Von oben ordnet sich das Gelände: Mahlturm, Lagerboxen, Bürogebäude und die freie Lagerfläche.
Der hohe Turm des Mahlwerks verlangt beim Fliegen etwas Aufmerksamkeit.
Die Luftbilder zeigen Zusammenhänge, Maßstäbe und Strukturen, die vom Boden aus verborgen bleiben – ein ruhiger Gegenpol zur Arbeit zwischen Maschinen und Staub.
Industriefotografie: Für mich ein Blick hinter die Kulissen
Dieser Auftrag hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich Industriefotografie so mag:
Sie bringt mich nah an Prozesse heran, macht verborgene Arbeitswelten sichtbar.
Ein intensives Shooting, starke Motive und anschließend das Gefühl, mit den Bildern auch Leute zu erreichen, die zuvor keine Ahnung davon hatten, welche tollen Industriebetriebe in ihrer Region arbeiten.
Eingesetzt werden die Bilder auf der Website des Mahlwerks:
Mahlwerk Ernst Letschert GmbH & Co. KG